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Haftungsfreistellung
Inhaltsverzeichnis
Die Haftungsfreistellung hat im Kontext von Krediten eine besondere Bedeutung. Sie markiert einen Wendepunkt in der Kreditbeziehung zwischen Kreditnehmer und Kreditinstitut, indem sie die Forderung aus einem Darlehensvertrag in einen Erstattungsanspruch umwandelt.
Definition: Was bedeutet Haftungsfreistellung?
Bei der Haftungsfreistellung beschließt die kreditgebende Bank, sich bei der Sicherheitenverwertung von einem Bürgen oder einem weiteren Kreditgeber freizustellen. Statt das Ausfallrisiko des Kredits weiter zu tragen, übergeht dieses auf die dritte Partei. Nachdem die Bank ihre Forderungen aus dem Darlehen freigestellt hat, besitzt sie nun ein entsprechendes Erstattungsrecht gegenüber dem Bürge/Gläubiger.
Funktionsweise der Haftungsfreistellung
An Punkt X des Kreditprozesses kann es zu einer Haftungsfreistellung kommen. Diese tritt in Kraft, wenn ein Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Finanzierungsvertrag nicht mehr nachkommen kann. Die Bank wird dann – anstatt Ressourcen und Zeit für die langwierige Verwertung von Sicherheiten aufzuwenden – den Weg der Haftungsfreistellung gehen. Das bedeutet, sie stellt den Bürgen oder den Mithaftenden von seiner Haftung frei und wird stattdessen das Erstattungsrecht geltend machen. Eine Einordnung bieten grundlegende Informationen zu Kredit und Darlehen, die zentrale Begriffe und Abläufe zusammenfassen.
Auswirkungen einer Haftungsfreistellung auf Kreditnehmer und -geber
Mit der Umwandlung der Hauptforderung in einen Erstattungsanspruch gehen veränderte Bedingungen für alle Beteiligten einher. Der Kreditnehmer wird durch die Haftungsfreistellung von seiner finanziellen Verantwortung entlastet. Allerdings wird der Ausfall des Darlehens nun durch den Bürgen oder Mitkreditgeber abgedeckt, der diesen Betrag an die Bank erstattet. Mit der Erfüllung des Erstattungsanspruchs geht die Hauptforderung – aus Sicht der Bank – unter und der Kreditnehmer schuldet nun dem Bürgen den entsprechenden Betrag.
Vor- und Nachteile der Haftungsfreistellung
Die Haftungsfreistellung ist ein Instrument, das sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringt. Hier sind sie genauer aufgeführt: Für die Planung helfen Berechnungen zu Raten und Laufzeiten, um zentrale Kennzahlen eines Kredits zu verstehen.
Vorteile:
- Die Haftungsfreistellung kann für Kreditnehmer und Kreditgeber effizienter sein, da der Prozess einer Sicherheitenverwertung entfällt. Sie bietet auch mehr Sicherheit für den Kreditgeber, da die Forderung gegenüber dem Bürgen durchsetzbar ist.
- Die Haftungsfreistellung kann für den Kreditnehmer eine finanziell entlastende Wirkung haben, indem sie die Rückzahlung des Darlehens erleichtert oder sogar aufhält.
Nachteile:
- Allerdings kann sie für den Bürgen finanzielle Belastungen mit sich bringen und im schlimmsten Fall bis zur Insolvenz führen. Es ist daher wichtig, diese Verpflichtung ernst zu nehmen und eine gründliche Risikobewertung vorzunehmen, bevor man als Bürge in einen Kreditvertrag eintritt.
Die Haftungsfreistellung ist ein komplexes, aber effektives Instrument im Kreditwesen. Sie bietet Lösungen für Situationen, in denen die Verwertung von Sicherheiten langwierig und ungewiss wäre und ermöglicht es Kreditnehmern, ihre finanziellen Schwierigkeiten zu überwinden und einen Neuanfang zu machen. Bei richtiger Anwendung kann es das Risikomanagement für Kreditgeber verbessern und den Kreditprozess effizienter gestalten.
- Stand: 12.12.2025
- Zuletzt aktualisiert von: Carolina Nowok
- Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
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